19.12.: Unwort

Kategorie: Fotografie
Geschrieben von: Willi
Mein "Unwort" der letzten Jahre ist der Terminus "anspruchsvoller Amateurfotograf"- was soll denn das sein? Wenn ich mir die einschlägigen Postillen so durchgucke, sind das Fotografen, die zwar kein Geld mit Fotografieren verdienen, aber Geld fürs Fotografieren ausgeben - und zwar in erheblichem Maße.
Ab einem Kameragehäusepreis von 1000 Euro ist man anspruchsvoll? Oder eher 1500 oder schon ab 750.
Oder hat man einen gewissen Anspruch an die Qualität der eigenen Bilder?
Sehr verwirrend.
Kategorie: Gott und die Welt
Geschrieben von: Willi
Im Rahmen eines Seminar musste ich neulich die Frage beantworten "Woran merken andere Menschen, dass ich kreativ bin?"
Wie seht ihr das für euch?

11.12.: Luxusproblem

Kategorie: Gott und die Welt
Geschrieben von: Willi
Wenn man eine Haushälterin hat, die auch für einen kocht, dann ist das klasse.

Wenn diese Dame allerdings so ziemlich gegen alles allergisch und/oder intolerant ist und daher praktisch keine Mahlzeit abschmecken kann ohne sofort Pickel/Pustel/Juckreiz zu bekommen, ist das doof.

Fades, weil ungewürztes Essen ist auch doof.

Wenn jetzt aber aufgrund einer Ernährungumstellung nur noch Dinge gekocht werden sollen, die auch von der Kochkraft verspeist werden dürfen und Abschmecken daher in den Bereich des Möglichen kommt ist das wieder gut.

Wenn man dann aber feststellt, dass die Dame prinzipiell eher pikant isst... dann ist das eine Überrraschung.

Nach einer Packung Margarine und drei Litern lactosefreier Milch spüre ich langsam meine Zunge wieder.

06.12.: Zeitprobleme

Kategorie: Gott und die Welt
Geschrieben von: Willi
Mit "Zeitprobleme" meine ich nicht das dräuende Weihnachtsfest ( das bringt ganz andere Probleme ;-) ), sondern die Arbeitsflut vor dem Jahresende. Daher kann ich momentan nicht wirklich viel ins Blog reinschreiben. Wer trotzdem gerne etwas von mir lesen möchte kann in Facebook unter www.facebook.com/SteffenBuchertDesign fast täglich neue Infos von mir konsumieren - mit Bildern.

26.11.: Englische Woche

Kategorie: Gott und die Welt
Geschrieben von: Willi
Puh. Man wird doch älter.

Kaum hat man mal ein paar Tage am Stück abends Ausgang, kommt die Kondition an ihre Grenzen. Donnerstag "After-Work-Party" im Sapperlot in Lorsch, Freitag Hochzeitsfeier in Mannheim, Samstag Kinoabend in Viernheim, Sonntag Tanzschule in Bensheim. Jetzt is' gut.

Früher ging das doch ganz einfach. Morgens kurz geschüttelt und aufgestanden. Heute leide ich bis Mittags und schaffe es kaum, mit Yogi-Tee und Vollkornkeksen den Tag zu überleben.

Die After-Work-Party war übrigens klasse, die Hochzeitsfeier auch, den neuen Bond-Film kann ich nur jedem empfehlen und Tanzschule ist sowieso ein Muss. Also wird der Lerneffekt mal wieder Null sein :-(

13.11.: Galaball

Kategorie: Gott und die Welt
Geschrieben von: Willi
Am Wochenende war "Galaball" unserer Tanzschule. Huiiiiiiii!

Im Bensheimer Bürgerhaus, das zu Recht vom Abriss bedroht ist, gab es Live Musik und Nahrung im festlichen Gewand. Sehr nett. Normalerweise sind bei solchen Veranstaltungen ja 80 % der männlichen Texte akute Rückenpatienten oder können aus religiösen Gründen nicht am Tanzgeschehen teilnehmen. Das war hier anders. Wer da war wollte tanzen und tat dies auch kräftig. Die Folge war, dass man auf der Tanzfläche praktisch nicht ohne Feindkontakt vorwärtskam :-(
Blessuren bleiben nicht aus. Wahrscheinlich gab es mehr Opfer, als nach einem durchschnittlichen Handballspiel.

Drei Stunden Gesellschaftstanz gehen übrigens nicht spurlos an einem vorbei sage ich euch. Schmerz und Ermattung waren präsente Gäste.

Das größte Wehklagen gab es allerdings, als die letzten Gäste nach Hause wollten und die Tiefgarage schon geschlossen war. Trotz Anmeldung des Veranstalters. Ein Paar musste sogar im Hotel übernachten, weil sämtliche Schlüssel im Auto lagen.

Ich glaube, ich hätte keine Lust gehabt mit Tanzschuhen im Anzug bzw. Abendkleid nachts vor verschlossener Tiefgaragentür zu stehen.


Kategorie: Satire
Geschrieben von: Willi
Konzertfotografie ist ja eine hohe Kunst, die von professionellen Konzertfotografen mit speziellem Konzertfotografie-Equipment betreiben wird - dacht ich bisher.
Neulich waren wir mal wieder auf einem Live-Konzert und kam begann die Künstlerin zu musizieren reckten sich Dutzende von Händen in die Höhe und hielten leuchtende Dinger hoch. Nein, keine Wunderkerzen. Mobiltelefone.

Man bezahlt also 50 Euro für eine Karte und verbringt dann den Abend damit defizitäre Handycam aufnahmen aus der 123. Reihe zu machen und dabei das Konzert zu verpassen? Was'n das für'n Scheiß.
Ich bin jetzt eher hochgewachsen, was gut ist bei Konzerten mit Stehplätzen, aber selbst ein mittelgroßer Pygmäe ist in der Lage ein Handy bei mir auf Augenhöhe zu halten und mir ins Blickfeld zu funzeln. ICH MAG KEIN LIVE KONZERT AUF DEM EIFON GUCKEN!

Die Leute haben während der Show auch schon mal nach dem Alter der Sängerin gegoogelt oder per Melodiescanner versucht die dazugehörige CD zu identifizieren. Hallo?

Solche Menschen verdienen jutub.


Kategorie: Gott und die Welt
Geschrieben von: Willi
Am Wochenende haben wir mit dem Nachwuchs darüber gesprochen, wie schnell sich Lebensumstände ändern können und wie schnell sich damit auch politische Meinungen ändern. Grund der Diskussion war sein aktuelles Thema in Geschichte.

Als lebendiges Beispiel fragten wir ihn, wie er sich den unser Leben vorstellt, als wir in seinem Alter waren. Die Welt vor rund 30 Jahren...
Hochinteressant vor allem weil das Umfeld der beiden Erwachsenen, wie sich herausstellte, ja auch nicht übereinstimmte ("Was, du hattest einen eigenen Fernseher?")

Es kamen einige realitätsnahe und ein paar ungewöhnliche Sichtweisen dabei heraus. Am schrägsten war seine Frage: "Was habt ihr denn damals gemacht, was für uns heute auch noch cool wäre?"

Ähhh, nun ja...wir haben zum Beispiel jede Menge Zeit mit Freunden draußen verbracht, in einer Band gespielt oder Sport getrieben oder wild gefeiert oder waren mit den Jungs in der Kneipe (mit 17 durfte man das damals ja auch schon, auch wenn in Darmstadt praktisch kein Lokal einen zu dem Problem geführt hätte nach 24.00 Uhr noch unterwegs zu sein.)
Das einzige, was gepunktet hat war aber: "Ich hatte einen Heimcomputer, dadrauf konnte man schon zocken."

O tempora, o mores!

01.11.: Halloween

Kategorie: Gott und die Welt
Geschrieben von: Willi
Passend zum importierten "Fest" gibt es im Moment im Kino "Hotel Transsylvanien" einen absolut liebenswerten Monster-Animationsfilm. Dracula hat ein Hotel eröffnet in dem Monster Urlaub machen können, ohne von Menschen bedroht zu werden ("Menschenfrei seit 1889"). Als alleinerziehender Vater muss er jetzt aber den 118. Geburtstag seiner Tochter feiern - das Kind wird volljährig, der Vater lebt in der Vollkrise.
Alle Verwandten kommen: die Frankensteins, die Mumie, der Unsichtbare,Bigfoot...alle. Und ein Rucksacktourist, der ein paar brennenden Zombies hinterher gelaufen war (das ist so eine Geschichte in der Geschichte). Die Handlung wird für Dracula, der seit langem nur noch Blutersatzgetränke zu sich nimmt "Man schmeckt den Unterschied wirklich nicht und bei Blut weiß man ja nie so genau in wem das vorher drin war."), und Angst vor Menschen, hat langsam traumatisch. Dann verliebt sich auch noch die Tochter in ratet mal wen...

In meiner Lieblingsszene spielen die Monster Scharade und der Unsichtbare (nur erkennbar durch eine schwebende Brille) muss vorspielen...
"Leere?"
"Nichts?"
"Eine Brille?"

Der Film ist voller cooler Details und endet gut.
Im Kino waren Menschen von 6 bis 50 Jahren und alle haben sich prächtig amüsiert.
Kategorie: Gott und die Welt
Geschrieben von: Willi
Gestern war's ja nochmal schön und der Herbst ist ja neben Frühling, Sommer und Winter meine Lieblingsjahreszeit. Als Stadtkind begeistert mich das Farbenspiel an der Bergstraße immer wieder.
Also heißt es für mich "Rausgehen und herbstlich-bunte Bilder schießen".

Bilder gibt's auf www.facebook.com/SteffenBuchertDesign

Im Laub rumrennen rockt!
Und Rilke rockt auch:

Herbsttag

Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin, und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.