Kategorie: Satire
Geschrieben von: Willi
Katastrophen bei Massentransportmitteln sind ja momentan groß in den Medien. Da will ich mitmachen:
Bei meinem Flugzeug fehlt ein Fahrwerk!

Jetzt sind nicht unbedingt Menschenleben gefährdet, sondern höchstens meine Contenance denn es handelt sich nicht um ein real existierendes Fluggerät, sondern um ein recht teuer lizenzisertes Stockfoto eines startenden Jets.

In der Minivoransicht passte das Bild perfekt zu dem Job, den ich gerade auf dem Tisch habe. Der Kunde fand das auch, also habe ich das BIld geordert.

Der, nennen wir ihn mal "Urheber", hat den Flieger wie sich herausstellte einfach per "Zauberstab" (Insider Jargon: "tragic wand") freigestellt und ihn vor einen neuen Himmel gepackt. Dabei gingen einige Teile des Cockpits und der rechten Tragfläche flöten, aber wen stört's. Das linke Fahrwerk allerdings hat's fies erwischt: Da fehlte gleichmal, wie mit dem groben Messer abgesäbelt, die Hälfte der Bereifung. Das ist doch gefährlich. Da sitzen doch Menschen drin.

Ich frage mich, wie der Online-Anbieter die Aussage "qualitativ hochwertige Bilder" interpretiert?

Loidäää, da müss ihr guckääään.

20.01.: Blitzdings

Kategorie: Fotografie
Geschrieben von: Willi
Da 2012 für mich im Zeichen der Fotografie steht, will ich auch ab und u ein paar themenbezogene Tipps und Tricks verraten. Heute: "Besser heimleuchten mit Aufsteckblitzen".

Jeder kennt das Problem, wenn man Menschen mit dem normalen Aufsteckblitz (nicht (!) dem "Aufklappblitz") fotografiert, kann das schnell aussehen wie eine miese Fotokopie. Ein Trick der Abhilfe schafft, ist natürlich den Blitz indirekt über Decke oder Wand auf die zu fotografierende Person zu schicken. Das klappt aber leider nicht, Wenn Decke bzw. Wand sehr weit weg sind oder in hübschem Dunkelviolett gestrichen sind.

Ein günstiges Zubehörteil verspricht hier Verbesserung: Der Aufsteckdiffusor.



Dieses halbtransparente Plastikhäubchen wird einfach vorne über den Blitz gestülpt und streut das Licht. Damit wird die fiese harte Schattenbildung verringert.



Aber Obacht! Am besten funktioniert das Teil, wenn man den Blitz halbschräg nach oben klappt. Dann nutzt man zwar nicht den "indirekt-über-die-Decke-blitz"-Effekt ( dazu frisst der Diffusor zu viel Licht), aber man nutzt den weichen Randbereich des Blitzlichtes aus. Das Ergebnis: Schmuselicht.



Hier der Vergleich "nackter Blitz" zu "Diffusor-Blitz":





Man sieht: Das Licht läuft weicher aus, ist aber auch deutlich schwächer.
Aber nochmal Obacht! Mit dem Diffusor drauf jemandem frontal ins Gesicht blitzen gibt trotzdem kein schönes Portrait, gell!
Kategorie: Job
Geschrieben von: Willi
Für das Jahr 2012 habe ich natürlich auch viele tolle Pläne. Eines meiner wichtigsten Ziele ist der Ausbau meiner fotografischen Möglichkeiten. Durch die Firmenneugründung letzten Oktober habe ich jetzt zum ersten Mal die Möglichkeit ein ordentliches, ernstzunehmendes Fotostudio zu betreiben. Für unserer Kunden habe ich ja schon seit langem Produkte und Menschen fotografiert - aber halt leider unter semiprofesionellen Bedingungen. Das soll dieses Jahr anders werden. Mein Studioequipment wird kontinuierlich ausgebaut und damit die Möglichkeiten zur stressfreien Arbeit erheblich verbessert. Dummerweise ist Licht sooo teuer, also wird's nicht auf einen Schlag gehen können.

"Richtige" Studiofotografie bietet ungemein spannende Möglichkeiten, die es zu erkunden gilt. Mein Ziel ist es ja auch den ödesten Manometer aussehen zu lassen, als käme er direkt von der "Enterprise". Bislang musste dieses große Ziel immer auch mit umfangreichen Retuschen erreicht werden, jetzt geht das hoffentlich auch mit fotografischen Mitteln. Obwohl, ganz ohne Pixelschubsen geht es ja nie.
Kategorie: Gott und die Welt
Geschrieben von: Willi
Im Silvesterurlaub in Florenz habe ich zum ersten Mal erlebt, wie jemand mit seinem EiPad2 Fotos gemacht hat. Durch das riesen Display konnten auch Menschen 100 Meter hinter ihm noch gut sehen, was er da gerade so knipst. Und obwohl das "Sucherbild" so aussieht wie damals mit der Plattenkamera liefert die eingebaute Optik ja gerade mal genug Informationen zum Videochat. Aber das große Bild ist erstmal beeindruckend für die Zuschauer und ggf. direkt peinlich für den Fotografen.

Vielleicht etabliert sich ja wieder so was wie die Einstelltücher bei den Fachkameras ;-)


Kategorie: Gott und die Welt
Geschrieben von: Willi
Seid ihr heute schon "gewhamt" worden?

Der ultimative Weihnachts-Pop-Klassiker "Last Christmas" der 80er-Pop-Duo-Band "Wham!" wird einem ja momentan bei jeder sich bietenden Gelegenheit um und in die Ohren gehauen.

Auch eine Art Unsterblichkeit, als penetranter Vorweihnachts-Ohrwurm in alle Ewigkeit zu bestehen.

19.12.: Zufall?

Kategorie: Gott und die Welt
Geschrieben von: Willi
In der heiter-besinnlichen Vorweihnachtshektik werden ja in allen Firmen Weihnachtskarten verschickt. So auch bei uns.
Am letzten Freitag habe ich spontan beschlossen einem Kunden, zu dem der Kontakt leider seit mehreren Jahren eingeschlafen ist, obwohl wir immer ein fast freundschaftliches Verhältnis hatten, auch ein Kärtchen zukommen zu lassen. Also Karte getextet mit Grüßen und dem Wunsch, dass man sich ja vielleicht mal im nächsten Jahr wieder treffen könne.

Um 17.30 Uhr lag die Karte im Briefkasten (der erst am Samstag wieder geleert wird), danach ging's kurz nach Hause, um sich für den Weihnachtsfeier-Abend mit den Freunden frisch zu machen. Um 20.00 Uhr standen wir im Restaurant, warteten auf den Tisch...und wer kommt rein? Genau.

Keine Ahnung, wie die Post bzw. das Universum das hinbekommen hat ;-)

Wir hatten leider nur kurz Zeit miteinander, weil a) unser Tisch frei wurde und b) er keinen reserviert hatte und wieder gehen musste.

Unser Abend mit den Freunden und den dazugehörigen Damen war aber auf jeden Fall super spaßig.

16.12.: Coole Kunden

Kategorie: Job
Geschrieben von: Willi
Es gibt schon nette Menschen. Heute kam ein Kunde zur Projektbesprechung in die Agentur - an und für sich nix Besonderes. Er hielt aber am Eingang gleich an und fing an etwas auszupacken. Weihnachtsgeschenke? Nein: Leckerli für unseren Agenturhund.
Der Hund ( gehört natürlich nicht der Agentur sondern einem Mitarbeiter, ist aber so regelmäßig da, dass er faktisch selbst als Mitarbeiter gilt) hatte ihn beim letzten Termin so nett begrüßt, dass er ihm etwas mitbringen wollte.

Die restlichen Anwesenden kommentierten Hundis Schwanzwedeln mit einem kollektiven "Ohhhhhhhhhh!" und es war wieder allen klar, weswegen die Kunden so gerne zu uns kommen. Gute Arbeit hat gegen Hundecharme einfach keine Chance.
Kategorie: Gott und die Welt
Geschrieben von: Willi
Dieser dritte Teil von "Der Untermieter" ist auch der letzte Teil.
Wir haben ja Maßnahmen ergriffen, um den Nager / die Nagerin zu fangen und allgemeinverträglich umzusiedeln. Man kennt ja immer irgendwelche Menschen, bei denen es so ein possierliches Tierchen gut hat ;-)

Aus Hygienegründen hatten wir die Kleiderkammer, in denen das Tierchen sich aufhielt ausgeräumt und eine lecker bestückte Rattenfalle aufgestellt. Ohne Erfolg. Ich konnte das Trippeln des Pelzviechs an anderen Stellen unter dem Dach hören und dachte, er (oder sie) hätte sich ein anderes Plätzchen gesucht. Am Sonntag fand ich die unberührte Falle und etwas davon entfernt die tote Ratte in einem der ausgeräumten Kleiderregale.

Kein Gift, keine Gewalt, es war wohl einfach soweit.

So haben wir unseren Langzeituntermieter immerhin kurz vor Schluss noch zweimal live durch sein Revier flitzen gesehen.

Ich hoffe da, wo er (oder sie) jetzt ist, gibt's auch Weihnachten.

Gute Reise.


Kategorie: Gott und die Welt
Geschrieben von: Willi
Pünktlich zum Jahresende hat es tatsächlich noch ein Film geschafft, den bis dahin führenden Langweiler "World Invasion: Battle Los Angeles" vom Thron zu stoßen. "Krieg der Götter" schafft es (meiner meinung nach) mit spielerischer Leichtigkeit in praktisch jeder Kategorie unterste Schublade zu sein. Allerdings dürften dem Klischeeverschnitt aus den Zutaten "Herr der Ringe, 300, und "Sagen des klassischen Altertums" die Oscars in den Kategorien "lustigste Hüte", "tuntigste Götterdarstellung" und "übertriebenster Einsatz von Digitalblut" sicher sein.

Zum ersten Mal in meinem Cineastenleben hatte ich schon nach 20 Minuten den Drang rauszugehen und mich in einem Fass Popcorn zu ersäufen.

Die hölzernen Dialoge und flachen Charaktere werden noch von den digitalen Kulissen und der logikfreien Story aufs Feinste gestützt. Die große Endschlacht findet in einem verdächtig an die Thermopylenschlacht aus "300" bzw. "Helms Klamm" aus "HdR" erinnenden Tunnel durch einen großen Schutzwall statt. Der Architekt der Festung hat im Drogenrausch allerdings den Zugang zum allerwichtigsten Gefängnis der bösen Titanen gleich rechts hinter das Haupttor gelegt (vielleicht hat auch nur irgendein Maurer die Pläne verkehrt herum gehalten). Also kann der amtierende Größenwahnsinnige, mit der erbeuteten Geheimwaffe (die zufällig neben dem Grab der Heldenmutter in einem Fels versteckt war, den irgendwie keiner bemerkt hatte) Das Haupttor sprengen und während seine Orks (oder was auch immer) die 800 (nicht eta 300, nein, nein) rechtschaffenen Krieger massakrieren entspannt nach oben spazieren und mal eben die verbannten Titanen befreien.

Schön ist allerdings der banale Tod des hellenischen Oberdemokraten "Lass uns drüber reden", der elegant im Vorbeigehen gemeuchelt wird (Auch wenn man das in Indiana Jones schon mal cooler gesehen hat).
Amtierende Größenwahnsinnigen wollen nämlich nicht reden. So, jetzt wisst ihr's.
Kategorie: Gott und die Welt
Geschrieben von: Willi
So langsam geht die Panik los. Die Weihnachtsgeschenkebesorgung ist noch nicht in eine Phase eingetreten, die man als "heiter besinnlich" ansehen könnte. Außerdem ist durch die Verwandten-, Bekannten und Patchworkfamilienmitgliederschar nur eine relativ niedrige Planungssicherheit gewährleistet.

Stand der Dinge:
Phase 1
die Anbringung festlich stimmender Elektroleuchtartikel- immerhin in einem befriedigenden Stadium.

Phase 2
Beschaffung der heidnisch-christlich-traditionellen Schmuckvegetation -steht noch an.

Phase 3
Herstellung der Übernachtungsgästebereitschaft - steht noch aus.

Phase 4
Vollständige Geschenkversorgung in saisonal-angemessener Präsentationsumhüllung - in weiter Ferne.

Es gibt noch einiges zu tun, wie weit seid ihr so?